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Artikel: Was ist eine Keramikversiegelung und was bringt sie wirklich?

Ce este ceramic coating și ce face, de fapt, pentru mașina ta?

Was ist eine Keramikversiegelung und was bringt sie wirklich?

Wer sich mit Lackpflege und Lackschutz beschäftigt, kommt an Keramikversiegelungen kaum noch vorbei. In der professionellen Fahrzeugaufbereitung sind sie längst ein großes Thema. Besonders bekannt sind die Aufnahmen, in denen Wasser regelrecht vom Lack abperlt. Dazu kommen Vergleiche mit klassischem Autowachs und Versprechen von besonders lang anhaltendem Schutz. Dabei entsteht schnell der Eindruck, eine Keramikversiegelung sei eine Art unsichtbarer Schutzschild, der den Lack nahezu unempfindlich gegen Kratzer und Schmutz macht.

Ganz so funktioniert eine Keramikversiegelung allerdings nicht. Sie macht den Lack weder kratzfest noch sorgt sie dafür, dass das Fahrzeug nicht mehr gewaschen werden muss. Ihre eigentliche Wirkung ist weniger spektakulär, im Alltag aber durchaus sinnvoll: Auf der behandelten Oberfläche entsteht eine sehr dünne Schutzschicht, die deren Eigenschaften verändert. Wasser perlt leichter ab, Schmutz haftet weniger stark an und der Lack erhält zusätzlichen Schutz vor verschiedenen Umwelteinflüssen und alltäglichen Verschmutzungen.

Um zu verstehen, was eine Keramikversiegelung tatsächlich leistet und warum sie in der Fahrzeugpflege so beliebt geworden ist, lohnt sich zunächst ein Blick auf die Oberfläche, die sie schützen soll.

 


Der Autolack ist ständig äußeren Einflüssen ausgesetzt

Bei einem Neuwagen wirkt der Lack zunächst wie eine geschlossene, glänzende und widerstandsfähige Oberfläche, die außer einer regelmäßigen Wäsche kaum weitere Pflege benötigt. Tatsächlich ist die Lackoberfläche jedoch Tag für Tag unterschiedlichsten Belastungen ausgesetzt.

Regenwasser, Staub, Insekten, Baumharz, Vogelkot, Streusalz und Straßenschmutz gelangen ständig auf den Lack. Im Sommer kommen intensive Sonneneinstrahlung und hohe Oberflächentemperaturen hinzu, im Winter vor allem Feuchtigkeit, Salz und hartnäckiger Straßenschmutz. Hinzu kommen die regelmäßigen Fahrzeugwäschen, bei denen der Lack jedes Mal auch mechanisch beansprucht wird.

Einen Großteil dieser Belastungen fängt der Klarlack ab. Er bildet die äußerste Schicht des Lackaufbaus und ist damit unmittelbar den verschiedenen Umwelteinflüssen ausgesetzt. Mit der Zeit können sich dort hartnäckige Ablagerungen, Wasser- und Kalkflecken sowie feine Mikrokratzer bilden, die Glanz und Klarheit des Lacks beeinträchtigen.

Genau hier setzt eine Keramikversiegelung an. Sie bildet eine zusätzliche Barriere zwischen der Lackoberfläche und äußeren Einflüssen. Anders als eine Lackschutzfolie entsteht dabei keine dicke, sichtbare Schutzschicht, sondern eine hauchdünne Versiegelung, die sich mit der Oberfläche verbindet und deren Eigenschaften verändert.


Was genau ist eine Keramikversiegelung?

Eine Keramikversiegelung ist zunächst ein flüssiges Produkt, das auf den sorgfältig vorbereiteten Lack aufgetragen wird. Dort härtet es aus und bildet eine hauchdünne Schutzschicht, die fest mit der Oberfläche verbunden ist. Viele Keramikversiegelungen im Fahrzeugbereich basieren auf siliziumhaltigen Verbindungen, häufig auf Basis von SiO₂. Die genaue Zusammensetzung unterscheidet sich allerdings je nach Hersteller und Produkt.

Der Begriff „Keramik“ kann dabei etwas irreführend sein. Auf dem Lack entsteht natürlich keine Keramikschicht, wie man sie sich im klassischen Sinne vorstellen würde. Die Versiegelung ist weder dick noch dafür gedacht, mechanische Belastungen wie Steinschläge oder Kratzer abzufangen. Vielmehr beschreibt der Begriff die verwendete Technologie und die Eigenschaften der Schutzschicht, die nach dem Aushärten zurückbleibt.

Besonders deutlich zeigt sich die Wirkung beim Kontakt mit Wasser. Eine keramikversiegelte Oberfläche ist in der Regel stark wasserabweisend: Tropfen ziehen sich zusammen, perlen deutlich leichter ab und laufen schneller vom Lack. Gleichzeitig können Schmutz und andere Verunreinigungen weniger stark an der Oberfläche haften.

Genau dieser sogenannte Abperleffekt ist auch der Grund, warum Keramikversiegelungen so häufig mit spektakulären Wasseraufnahmen demonstriert werden. Doch der Effekt sieht nicht nur gut aus. Die wasserabweisenden Eigenschaften sorgen auch dafür, dass sich Verschmutzungen weniger leicht festsetzen und der Lack zwischen den Wäschen einfacher sauber zu halten ist.


Warum bilden sich diese typischen Wassertropfen?

Einer der auffälligsten Effekte einer hydrophoben Versiegelung zeigt sich beim Kontakt mit Wasser. Auf einer ungeschützten Oberfläche, insbesondere wenn der Lack verschmutzt oder eine vorhandene Schutzschicht bereits abgetragen ist, verteilt sich Wasser häufig großflächiger.

Auf einer hydrophoben Oberfläche verhält es sich anders. Der Kontaktwinkel zwischen Wasser und Oberfläche ist größer, wodurch sich rundere, klar abgegrenzte Tropfen bilden, die weniger Kontaktfläche zum Lack haben. Beim Abspülen oder während der Fahrt kann das Wasser dadurch leichter von der Oberfläche ablaufen.

In diesem Zusammenhang fallen häufig die Begriffe „Beading“ und „Sheeting“. Beading beschreibt die Bildung klar definierter Wassertropfen auf der Oberfläche. Sheeting bezeichnet dagegen das schnelle Ablaufen beziehungsweise Zurückziehen des Wassers vom Lack. Beide Effekte werden häufig genutzt, um das wasserabweisende Verhalten einer Lackversiegelung zu beurteilen.

Das hat auch einen praktischen Vorteil. Wenn Verschmutzungen weniger stark an der Oberfläche haften, lässt sich das Fahrzeug bei der nächsten Wäsche in der Regel leichter reinigen. Natürlich bedeutet das nicht, dass der Regen das Auto von selbst sauber hält. Die Versiegelung sorgt vielmehr dafür, dass sich Schmutz weniger hartnäckig festsetzen kann und sich bei der Fahrzeugwäsche leichter entfernen lässt.

 


Eine Keramikversiegelung schützt vor Kratzern - aber macht den Lack nicht kratzfest

Rund um Keramikversiegelungen hält sich ein Missverständnis besonders hartnäckig: Wer seinen Lack versiegeln lässt, müsse sich anschließend keine Gedanken mehr über Kratzer machen. Verstärkt wird dieser Eindruck dadurch, dass bei manchen Produkten mit bestimmten Härtegraden geworben wird. Eine Keramikversiegelung bietet zwar zusätzlichen Schutz, macht den Lack aber keineswegs unempfindlich gegen Kratzer.

Die Versiegelung bildet eine hauchdünne Schutzschicht auf dem Lack und kann dazu beitragen, die Oberfläche widerstandsfähiger gegen alltägliche Belastungen zu machen. Gegen mechanische Beschädigungen kann sie jedoch nur sehr begrenzt schützen. Steinschläge, Äste, Schlüssel oder Schmutzpartikel, die bei einer falschen Fahrzeugwäsche über den Lack gezogen werden, können weiterhin sichtbare Spuren hinterlassen.

Wer seinen Lack vor allem vor Steinschlägen und anderen mechanischen Einwirkungen schützen möchte, benötigt eine andere Lösung. Dafür kommen beispielsweise Lackschutzfolien, auch PPF (Paint Protection Film) genannt, infrage.

Eine Keramikversiegelung sollte man deshalb nicht als unsichtbare Rüstung für den Lack verstehen. Ihre Stärken liegen vielmehr beim Schutz vor Umwelteinflüssen und Verschmutzungen sowie bei den wasser- und schmutzabweisenden Eigenschaften der behandelten Oberfläche.

Auch ein versiegeltes Fahrzeug sollte deshalb weiterhin schonend gewaschen werden. Eine Keramikversiegelung macht verschmutzte Schwämme, harte Bürsten oder ungeeignete Tücher nicht plötzlich lackschonend. Werden Schmutzpartikel mit Druck über den Lack gezogen, können nach wie vor feine Kratzer und Swirl Marks entstehen.

 

Die Vorbereitung ist fast genauso wichtig wie die Keramikversiegelung selbst

Bei einer Keramikversiegelung kommt es nicht nur auf das Produkt selbst an. Mindestens genauso wichtig ist der Zustand des Lacks vor dem Auftragen. Je besser und länger die Versiegelung auf der Oberfläche haften soll, desto sorgfältiger muss diese vorbereitet werden.

Eine Keramikversiegelung sollte deshalb nicht einfach auf einen verschmutzten Lack oder auf Rückstände anderer Pflegeprodukte aufgetragen werden. Verunreinigungen, die zwischen Lack und Versiegelung zurückbleiben, können die Haftung beeinträchtigen und sich negativ auf das Ergebnis auswirken.

Vor dem Auftragen sollte das Fahrzeug daher gründlich gewaschen und bei Bedarf dekontaminiert werden. Gerade bei älteren Fahrzeugen bedeutet ein Lack, der nach der Wäsche sauber aussieht, noch lange nicht, dass die Oberfläche tatsächlich frei von sämtlichen Ablagerungen ist.

Flugrost, Teer und andere hartnäckige Rückstände können auch nach einer gründlichen Wäsche auf dem Lack zurückbleiben. Je nach Zustand des Fahrzeugs kann deshalb zusätzlich eine Lackkorrektur beziehungsweise Politur sinnvoll sein, bevor die Versiegelung aufgetragen wird.

Der Grund dafür ist einfach: Eine Keramikversiegelung beseitigt keine vorhandenen Kratzer.

Wird sie auf einen Lack mit zahlreichen Mikrokratzern und Swirl Marks aufgetragen, bleiben diese darunter weiterhin sichtbar. Genau deshalb nimmt die Vorbereitung bei einer professionellen Fahrzeugaufbereitung häufig deutlich mehr Zeit in Anspruch als das eigentliche Auftragen der Keramikversiegelung.

 


Nicht jeder Lackschutz funktioniert gleich

Bevor Keramikversiegelungen so populär wurden wie heute, war Autowachs für viele die klassische Wahl, wenn es um den Schutz des Lacks ging. Und auch heute hat Wachs durchaus seine Berechtigung. Nur weil es mittlerweile keramische Versiegelungen gibt, ist die klassische Variante nicht automatisch überholt.

Der wesentliche Unterschied liegt darin, wie die verschiedenen Produkte auf dem Lack wirken, wie dauerhaft sie sich mit der Oberfläche verbinden und wie lange der Schutz anhält.

Ein gutes Autowachs schützt den Lack und kann ihm gleichzeitig einen schönen, satten Glanz verleihen. Allerdings ist die Standzeit meist begrenzt, sodass der Schutz regelmäßig aufgefrischt werden muss. Eine Keramikversiegelung ist dagegen darauf ausgelegt, sich stärker mit der Oberfläche zu verbinden und deutlich länger zu halten. Voraussetzung dafür sind allerdings eine sorgfältige Vorbereitung und die richtige Anwendung.

Neben klassischen Keramikversiegelungen gibt es mittlerweile auch Produkte, die sich wesentlich unkomplizierter anwenden lassen. Dazu gehört beispielsweise MetalCoat F2 von Nasiol. Die Nano-Keramikversiegelung wird auf die Oberfläche gesprüht und anschließend mit einem Mikrofasertuch auspoliert. Zurück bleibt eine hydrophobe Schutzschicht, auf der Wasser deutlich leichter abperlt.

Auch bei einer solchen Anwendung sollte die Vorbereitung nicht unterschätzt werden. Die Oberfläche muss sauber, trocken und frei von Verunreinigungen sein. Nach dem Auftragen braucht die Versiegelung außerdem Zeit zum Aushärten und sollte während dieser Phase vor Wasser und Verschmutzungen geschützt werden.

Trotzdem sollte man nicht jede Versiegelung, auf der „Keramik“ steht, automatisch gleichsetzen. Eine einfach anzuwendende keramische Sprühversiegelung und eine klassische Keramikversiegelung können zwar beide für einen ausgeprägten Abperleffekt sorgen und die Schmutzanhaftung reduzieren, müssen aber nicht dieselbe Standzeit, Widerstandsfähigkeit oder Schutzwirkung bieten.

Gerade das ist wichtig, weil der Begriff „Keramik“ in der Autopflege mittlerweile sehr breit verwendet wird. Zwei Produkte können auf den ersten Blick einen ähnlichen Effekt erzeugen und sich trotzdem deutlich darin unterscheiden, wie sie angewendet werden, wie lange sie halten und welchen Schutz sie tatsächlich bieten.


Hydrophober Schutz ist nicht nur für den Lack interessant

Hydrophobe Versiegelungen kommen längst nicht nur auf dem Lack zum Einsatz. Je nach Oberfläche gibt es speziell entwickelte Produkte, die nach einem ähnlichen Prinzip funktionieren, aber auf das jeweilige Material abgestimmt sind.

Ein gutes Beispiel dafür ist Glas. Eine hydrophobe Glasversiegelung verändert das Verhalten von Wasser auf der Scheibe. Bei Regen bilden sich deutlich ausgeprägtere Tropfen, die leichter von der Oberfläche ablaufen. Besonders während der Fahrt wird dieser Effekt sichtbar, wenn der Fahrtwind zusätzlich dabei hilft, das Wasser von der Scheibe zu verdrängen.

Das Grundprinzip ähnelt dem einer hydrophoben Lackversiegelung. Die Zusammensetzung des Produkts kann jedoch speziell auf die Oberfläche abgestimmt sein, für die es entwickelt wurde.

Deshalb sind solche Versiegelungen auch nicht beliebig untereinander austauschbar. Nur weil ein Produkt auf einer bestimmten Oberfläche gut funktioniert, heißt das nicht automatisch, dass es sich genauso gut für andere Materialien am Fahrzeug eignet.

Nach dem Motto „Ich habe eine Versiegelung, also kann ich sie überall verwenden“ sollte man deshalb nicht vorgehen. Ein Fahrzeug besteht schließlich aus Lack, Glas, Metall, Kunststoff, Gummi, Textilien und vielen weiteren Materialien. Je nach Oberfläche braucht es ein Produkt, das genau für diesen Einsatzzweck entwickelt wurde.

 



Auch ein keramikversiegeltes Auto muss weiterhin gewaschen werden

Eine der verlockendsten Vorstellungen rund um Keramikversiegelungen ist das nahezu selbstreinigende Auto. Ganz so funktioniert es in der Praxis allerdings nicht.

Auch mit einer Keramikversiegelung wird das Fahrzeug weiterhin schmutzig. Staub setzt sich auf dem Lack ab, Insekten landen nach wie vor an der Front und nach einigen hundert Kilometern bei schlechtem Wetter sieht auch ein versiegeltes Auto nicht mehr aus wie frisch gewaschen.

Der Unterschied liegt vielmehr darin, wie stark der Schmutz auf der Oberfläche haftet und wie leicht er sich wieder entfernen lässt. Durch die wasser- und schmutzabweisenden Eigenschaften der Versiegelung können viele oberflächliche Verschmutzungen bereits beim Vorwaschen und Abspülen gelöst werden, noch bevor der Lack überhaupt mit einem Waschhandschuh berührt wird.

Das ist auch für den langfristigen Erhalt des Lacks von Vorteil. Je mehr Schmutz sich ohne direkten Kontakt entfernen lässt, desto geringer ist das Risiko, abrasive Partikel beim Waschen über die Oberfläche zu ziehen und dadurch feine Kratzer zu verursachen.

An den Grundregeln einer schonenden Fahrzeugwäsche ändert sich deshalb nichts. Eine gründliche Vorwäsche, ein sauberer und weicher Waschhandschuh sowie das Trocknen mit einem saugfähigen Mikrofasertuch bleiben genauso wichtig wie zuvor.

Eine Keramikversiegelung ersetzt also keine gute Waschtechnik. Sie sorgt vielmehr dafür, dass die regelmäßige Pflege leichter und schonender wird.

Wie lange hält eine Keramikversiegelung?

Darauf gibt es keine pauschale Antwort, denn unter dem Begriff Keramikversiegelung werden heute sehr unterschiedliche Produkte angeboten. Wie lange der Schutz tatsächlich hält, hängt unter anderem von der Zusammensetzung der Versiegelung, der Vorbereitung des Lacks, der korrekten Anwendung, den Bedingungen während der Aushärtung und natürlich von der späteren Fahrzeugpflege ab.

Auch die Nutzung des Fahrzeugs spielt eine große Rolle. Ein Auto, das überwiegend in der Garage steht und nur gelegentlich gefahren wird, ist ganz anderen Belastungen ausgesetzt als ein Fahrzeug, das täglich unterwegs ist, dauerhaft im Freien steht und im Winter mit Streusalz oder im Sommer mit hohen Temperaturen und intensiver Sonneneinstrahlung zurechtkommen muss.

Ebenso entscheidend ist die richtige Pflege. Sehr aggressive Reinigungsmittel oder eine ungeeignete Waschroutine können die Eigenschaften der Versiegelung beeinträchtigen und ihre Standzeit verkürzen.

Für Verwirrung sorgt außerdem häufig der Abperleffekt. Wenn sich nach einiger Zeit keine so ausgeprägten Wassertropfen mehr bilden wie direkt nach der Anwendung, bedeutet das nicht automatisch, dass die Keramikversiegelung vollständig verschwunden ist. Mit der Zeit können sich Ablagerungen auf der Oberfläche ansammeln und die hydrophoben Eigenschaften der Versiegelung überdecken.

Ob eine Keramikversiegelung noch intakt ist, sollte deshalb nicht allein danach beurteilt werden, wie spektakulär das Wasser vom Lack abperlt.

 


Lohnt sich eine Keramikversiegelung?

Ob sich eine Keramikversiegelung lohnt, hängt vor allem davon ab, was man sich davon verspricht.

Wer erwartet, dass der Lack danach nicht mehr verkratzt, das Auto kaum noch schmutzig wird und Waschen praktisch überflüssig ist, wird vermutlich enttäuscht sein. Dafür ist die Schutzschicht schlicht zu dünn. Kratzer, Steinschläge und die ganz normalen Belastungen des Alltags bleiben auch mit einer Keramikversiegelung ein Thema.

Anders sieht es aus, wenn man die Versiegelung als zusätzlichen Schutz für den Lack betrachtet. Sie sorgt für wasserabweisende Eigenschaften, erschwert es Schmutz, sich hartnäckig festzusetzen, und kann die regelmäßige Fahrzeugpflege deutlich angenehmer machen. Genau darin liegt ihre eigentliche Stärke.

Dabei muss eine Keramikversiegelung nicht zwangsläufig kompliziert in der Anwendung sein. MetalCoat F2 von Nasiol wird beispielsweise aufgesprüht und anschließend mit einem Mikrofasertuch auspoliert. Die Nano-Keramikversiegelung sorgt für einen ausgeprägten Abperleffekt, zusätzlichen Glanz und eine schützende Schicht auf der behandelten Oberfläche. Der Hersteller gibt eine Standzeit von bis zu zwölf Monaten an. Wie lange der Schutz in der Praxis tatsächlich anhält, hängt jedoch auch von der Vorbereitung, der richtigen Anwendung und davon ab, welchen Belastungen das Fahrzeug im Alltag ausgesetzt ist.

Auch muss nicht jede Oberfläche am Fahrzeug auf die gleiche Weise behandelt werden. Für Lack, Glas und andere Materialien gibt es unterschiedliche Versiegelungen, die jeweils für ihren Einsatzzweck entwickelt wurden.

Am Ende ist eine Keramikversiegelung weder eine unsichtbare Rüstung noch ein Ersatz für die regelmäßige Fahrzeugpflege. Sie ist vielmehr eine zusätzliche Schutzschicht, die den Lack im Alltag unterstützt und seine Pflege erleichtert.

Wird sie richtig angewendet und das Fahrzeug anschließend schonend gepflegt, kann genau dieser zusätzliche Schutz langfristig einen echten Unterschied machen.

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